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Der Kieler Jedermannzehnkampf leidet unter
Teilnehmerschwund. Von ehedem 150 Startern sind noch ca. 30 übriggeblieben. Diese
sinkende Resonanz sowie die erhebliche organisatorische Belastung zwingen den Veranstalter
das Konzept zu überdenken, wobei der Wille - auch bei anderen Kieler Vereinen - klar
erkennbar ist, diese Veranstaltung weiterzuführen.
Neu und belebend war die Idee einer Prominenten-Mannschaft in der sich
Ruder-Olympiasiegerin Meike Evers, 400m
Hürdenspezialist Dirk Riekmann, Sportsamtleiterin Birgit Lucht,
THW-Physiotherapeut Uwe Brandenburg und andere den
Zehnkampf teilten.
Vielleicht sollte man auch Ereignisse wie die am kommenden Dienstag stattfindende
Veranstaltung zum Mehrkampfabzeichen in den Jedermannzehnkampf einbeziehen sowie über
eine Verlegung des Termins in den Herbst nachdenken, denn der Kalender quillt zu dieser
Jahreszeit über vor Veranstaltungen aller Art.
Der Schülerbereich des THW war beim Jedermannzehnkampf mit einer Mannschaft vertreten.
Das Besondere: Carsten Benthin (M12), Markus Benthin (M12),
Niklas Gärtner (M12) und Tim Lindenau (M12)
hatten diese Mannschaft völlig selbstständig organisiert: Zusammensetzung,
Aufteilung, Namensfindung - alles wurde in einer Besprechung geklärt und beschlossen. Den
Teamnamen wählten sie "zu Ehren unseres Trainers": Team Volker.
Das Team Volker stellte die jüngsten Teilnehmer dieses Wettkampfes. Es vertrat seinen
Trainer - der in den letzten Jahren stets selber teilgenommen hatte - hervorragend. Carsten
schaffte beim Hochsprung zwar nur 1,10m aber zeigte am Wettkampfende ein hervorragendes
1500m-Rennen, das er sich klug einteilte und bei dem er auf der Zielgraden in einem tollen
Finish etliche Teilnehmer überholte. "Da bin ich selber kaum schneller
gewesen", staunte Volker Gröning nicht schlecht über die gute
Zeit.
Markus übernahm den Speerwurf, den Diskuswurf und den
400m-Lauf. Ähnlich wie sein Zwillingsbruder, lief er ein schönes gleichmäßiges Rennen
auf der Stadionbahn. Seine beste Leistung brachte er allerdings im Speerwurf, als er den
400g-Speer über 25m fliegen ließ. Niklas glänzte im Weitsprung wo er
mit 4,41m Bestleistung sprang, aber auch sein Lauf über die 110m-Hürdenstrecke konnte
sich sehen lassen, zumal es das erste Mal war, dass Niklas in einem
Wettkampf über Hürden lief - und dann gleich über die Männerdistanz. Tim war
natürlich für den Stabhochsprung zuständig und er erreichte seine Besthöhe. Aber auch
über die 100m-Sprintstrecke zeigte er was er kann und heizte der Konkurrenz gehörig ein.
Auch erwachsene THW-Athleten nahmen am
Jedermannzehnkampf teil. Thomas Jacobsen - vom Sprecher als
"erfahrener Zehnkämpfer" angekündigt - zeigte einen guten Wettkampf, wie auch Ralf
Kokott, der sich mit einem Kollegen das Team "Die Wetterfrösche"
bildete (seine präzise Prognose für das Samstagwetter wurde allerdings nicht als elfte
Disziplin gewertet). Dirk Riekmann - frisch qualifiziert für die
deutschen Meisterschaften - trat im Promi-Team an und zeigte beeindruckend, wie schnell
man die Stadionrunde zurücklegen kann und wie man richtig über die Hürden läuft.
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