"Der schlechteste Wettkampf
aller Zeiten..."
...soll jemand gewettert haben.
Wenn jemand seinen 800m Lauf verpasst, weil er nicht auf die Durchsagen hört, ist das dem
Veranstalter nicht anzulasten. Wenn Appelle zur Hilfe beim Hürdenumbau wirkungslos
verhallen und sich herumstehende Eltern und Betreuer sich im nächsten Moment darüber
beschweren, dass "hier ja nichts passiert", dann ist das traurig. Genauso
traurig, wie die geringe Zahl der Eltern, die bereit ist die Arbeit der Vereine durch ihre
Mithilfe zu unterstützen. "All inclusive"-Angebote sind auf ehrenamtlicher
Basis nun einmal nicht möglich.
Der Unmut derjenigen, die am Donnerstag Opfer von Pannen oder Verzögerungen und Absagen
wurden, ist verständlich und auch berechtigt. Aber es kostet viel Mühe und Arbeit
eine derartige Veranstaltung auf die Beine zu stellen und keiner macht mit Absicht Fehler.
Soll man es lieber bleiben lassen, nur weil man noch nicht perfekt ist? Schleswig-Holstein
ist keine Leichtatletik-Hochburg und Sportfeste wie diese hat es lange nicht gegeben. Alle
Versuche, diese Situation zu verbessern müssen unterstüzt werden. Plumpe Attacken gegen
die (wenigen) Handelnden sind fehl am Platze.
Ich wünsche der Leichtathletik, daß sich Martina Bach und Co sich nicht entmutigen
lassen und dass es am 1. Mai 2004 wieder eine Bahneröffnung im Kieler Unistadion geben
wird. Ohne Pannen und bei bestem Wetter, versteht sich. |