Kieler Nachrichten vom 2.6.2003

Eine Handvoll LM-Gold für
die Kielerin Wiebke Klauder

Aus Kieler Sicht verliefen die LeichtathIetik-Landesmeisterschaften auf dem Lübecker Buniamshof sehr erfolgreich: Mit zehn Goldmedaillen boten die Athleten des THW (3x Gold) und der SG TSV Kronshagen/Kieler TB (7x Gold) den Großvereinen Phönix Lübeck und LG Wedel-Pinneberg (jeweils sieben erste Plätze) erfolgreich Paroli.

Erschreckend waren dagegen die ausgedünnten Teilnehmerfelder: Im Kugelstoßen der Männer, einst eine Vorzeigedisziplin in Schleswig-Holstein, starteten lediglich sechs Athleten, über 800 m waren sogar nur drei Frauen dabei. Um so höher sind die guten Leistungen der Sieger zu bewerten. Am erfolgreichsten war Wiebke Klauder (SG TSV Kronshagen/Kieler TB), die bei allen fünf Starts als Siegerin die Ziellinie überquerte. Über 100 (12,41 Sekunden), 200 (24,94 Sekunden) und 400 Meter (55,58 Sekunden) war die 25jährige genauso ungefährdet wie über 100 m Hürden (15,00 Sekunden) und in der 4x100-m-Staffel. Ihr männliches Pendant war mit drei ersten Plätzen Dirk Riekmann vom THW. Über 400 m s hatte der 30-Jährige in 48,81 Sekunden fast 15 in Vorsprung, spannender ging es über 110 in Hürden und 200 m zu. t "Meine 200-m-Zeit von 22,04 Sekunden ist wirklich klasse, so schnell bin ich noch nie gelaufen. Auch die 14,12 Sekunden im Hürdenfinale sind Saisonbestzeit", freute sich das Zebra". Aufgrund der Fortschritte im Schnelligkeitsbereich strebt der Schützling von Trainer Mike Lehmann in diesem Jahr eine Zeit von unter 51 Sekunden über 400 Meter Hürden an.

Mit den hohen Temperaturen hatte Anke Tiedemann (SG) mehr zu kämpfen als mit ihren Kontrahentinnen "Trotzdem hat sie ihre Bestzeit über 1500 m in 4:28,95 Minuten um sechs Sekunden verbessert, über 5000 m ist Anke in 16:53,64 Minuten nur einmal schneller gewesen," kommentierte Trainer Andreas Fuchs die Meisterschaft seiner Athletin. Stark verbessert zeigte sich auch Franka Friedrich (TSV Altenholz), die den Weitsprung-Wettbewerb der Frauen mit 5,58 m gewann. Eine Woche vor seinem ersten Zehnkampf der WM-Saison konnte Stefan Drews (MobilCom Zehnkampfwelle) im Speerwerfen (43 Meter), Hochsprung (ohne gültigen Versuch) und über 110 m Hürden (Zweiter .in 14,36 Sek.) noch nicht überzeugen: Lediglich seine Diskuswurfweite von 37,11 m lässt für das kommende Wochenende in Bernhausen hoffen.

ts

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