Eine Handvoll LM-Gold für
die Kielerin Wiebke Klauder
Aus Kieler Sicht verliefen die
LeichtathIetik-Landesmeisterschaften auf dem Lübecker Buniamshof sehr erfolgreich: Mit
zehn Goldmedaillen boten die Athleten des THW (3x Gold) und der SG TSV Kronshagen/Kieler
TB (7x Gold) den Großvereinen Phönix Lübeck und LG Wedel-Pinneberg (jeweils sieben
erste Plätze) erfolgreich Paroli.
Erschreckend waren dagegen die ausgedünnten
Teilnehmerfelder: Im Kugelstoßen der Männer, einst eine Vorzeigedisziplin in
Schleswig-Holstein, starteten lediglich sechs Athleten, über 800 m waren sogar nur drei
Frauen dabei. Um so höher sind die guten Leistungen der Sieger zu bewerten. Am
erfolgreichsten war Wiebke Klauder (SG TSV Kronshagen/Kieler TB), die bei allen fünf
Starts als Siegerin die Ziellinie überquerte. Über 100 (12,41 Sekunden), 200 (24,94
Sekunden) und 400 Meter (55,58 Sekunden) war die 25jährige genauso ungefährdet wie über
100 m Hürden (15,00 Sekunden) und in der 4x100-m-Staffel. Ihr männliches Pendant war mit
drei ersten Plätzen Dirk Riekmann vom THW. Über 400 m s hatte der 30-Jährige in 48,81
Sekunden fast 15 in Vorsprung, spannender ging es über 110 in Hürden und 200 m zu. t
"Meine 200-m-Zeit von 22,04 Sekunden ist wirklich klasse, so schnell bin ich noch nie
gelaufen. Auch die 14,12 Sekunden im Hürdenfinale sind Saisonbestzeit", freute sich
das Zebra". Aufgrund der Fortschritte im Schnelligkeitsbereich strebt der Schützling
von Trainer Mike Lehmann in diesem Jahr eine Zeit von unter 51 Sekunden über 400 Meter
Hürden an.
Mit den hohen Temperaturen hatte Anke Tiedemann
(SG) mehr zu kämpfen als mit ihren Kontrahentinnen "Trotzdem hat sie ihre Bestzeit
über 1500 m in 4:28,95 Minuten um sechs Sekunden verbessert, über 5000 m ist Anke in
16:53,64 Minuten nur einmal schneller gewesen," kommentierte Trainer Andreas Fuchs
die Meisterschaft seiner Athletin. Stark verbessert zeigte sich auch Franka Friedrich (TSV
Altenholz), die den Weitsprung-Wettbewerb der Frauen mit 5,58 m gewann. Eine Woche vor
seinem ersten Zehnkampf der WM-Saison konnte Stefan Drews (MobilCom Zehnkampfwelle) im
Speerwerfen (43 Meter), Hochsprung (ohne gültigen Versuch) und über 110 m Hürden
(Zweiter .in 14,36 Sek.) noch nicht überzeugen: Lediglich seine Diskuswurfweite von 37,11
m lässt für das kommende Wochenende in Bernhausen hoffen.
ts |